So funktioniert TinkerSchool für MakerBot 3D Drucker in der Schule

In vielen Bildungseinrichtungen werden 3D-Drucker von MakerBot eingesetzt und für die einfache Bedienung und Robustheit in der Schule geschätzt. 
Du hast bereits einen 3D-Drucker von MakerBot in deiner Schule im Einsatz? Dann kannst du die Modelle, die du oder deine Schülerinnen und Schüler in TinkerSchool erstellt haben, auch in 3D ausdrucken. Du hast noch keine TinkerSchool-Lizenz? Starte jetzt den kostenfreien 30 Tage Test: https://www.tinkertoys.de/tinkerschool-testlizenz/
In der nachfolgenden Anleitung erklären wir Schritt für Schritt, wie du 3D-Dateien aus TinkerSchool mit einem MakerBot 3D-Drucker in der Schule drucken kannst.

Inhaltsverzeichnis

Überprüfung der 3D-Modelle

Bevor du mit dem Export der 3D-Dateien Starten, ist es ratsam, die Modelle noch einmal final zu kontrollieren.
Achte bei Modellen mit beweglichen Achsen (z.B. Fahrzeuge/Tiere) darauf, dass keine Teile durch die Achse geschoben sind, da diese sonst blockiert sind und die Räder sich dann nicht drehen lassen. Hierfür kannst du die Inspektor-Funktion im Digitalen Baukasten nutzen
Links siehst du unseren Tierkörper aus der Figuren-Kategorie. Der Schwanz wurde zu weit in die beweglichen Achsen der Beine gezogen. Beim 3D-Drucken wirst du dann merken, dass der Körper so nicht beweglich und funktionsfähig wäre. 
 

Export für den MakerBot 3D Drucker in TinkerSchool

Melde dich mit einem Lehrerkonto oder als Administrator:in in TinkerSchool an. Anschließend kannst du 3D-Modelle in der Kursverwaltung herunterladen. Nach Klick auf „Details“ des jeweiligen Kurses erscheinen alle 3D-Modelle, die innerhalb des Kurses erstellt wurden. Indem du auf den grünen Button rechts neben dem 3D-Modell klickst, öffnest du die Seite für den 3D-Druck-Export. 
Denke daran, dass der Export sowie die Weiterverarbeitung mit dem Slicer nicht für Ipads oder andere Tablets funktioniert. 
In der Kursverwaltung gibt es außerdem die gelbe Lupe. Damit kannst du alle Modelle deiner Schüler:innen vor dem Export in einer 3D-Ansicht prüfen. 
 
Dort beginnt der Druckdateien-Export nach Klick auf den Button „Export starten“. Beim Export wird eine .ZIP-Datei erstellt. Die Erstellung der .ZIP-Datei kann einen Moment dauern, der Download startet danach automatisch. Du findest die .ZIP-Datei in deinem Download-Ordner. 
In der .ZIP-Datei sind .STL-Dateien enthalten. Extrahiere alle .STL-Dateien in einen Ordner deiner Wahl. Dieser Dateityp kann in die meisten Slicer-Programme importiert und dargestellt werden.
Die einzelnen STL-Dateien sind nach den jeweiligen Farbinformationen des Körpers geordnet. Wenn du also beispielsweise alle blauen Teile drucken möchtest, solltest du diese in einem Slicevorgang (nächster Schritt) bearbeiten, alle weißen Teile in einem usw. 

Import der Druckdateien in MakerBot Print

3D Drucker können mit den 3D-Modellen in den Formaten .STL noch nichts anfangen, da in ihnen zwar die geometrische Form gespeichert ist, aber nicht, wie der 3D-Drucker mit dieser Form umgehen soll. Der Drucker braucht Anweisungen wie „Drucke das Modell in der Schicht Nummer 5 mit 2400 mm/min.“ Die Anweisungen befinden sich im G-Code, der somit die Sprache des 3D-Druckers darstellt.
Der Slicer übersetzt das 3D-Modell in den G-Code, das heißt, er zerlegt das Modell in horizontale Schichten und fügt zudem noch maschinenrelevante Daten ein. Diese werden exakt für den verwendeten 3D-Drucker definiert, z.B. ist die Größe des Bauraumes hinterlegt. Das bedeutet auch, dass der G-Code, den man für einen MakerBot erstellt, bei einem anderen Druckermodell nicht funktioniert.

 

MakerBot stellt hierfür den Slicer MakerBot Print zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Öffne den MakerBot Print nach erfolgreicher Installation und Registrierung. Danach fügst du unten rechts dein Druckermodell hinzu. Wähle anschließend dein Druckermodell aus.

 
 
Du siehst die Arbeitsfläche vor dir, die dem Druckbett deines MakerBots entspricht. Öffne parallel den Ordner mit den .STL-Dateien. Eine Datei entspricht einem Teil. Dazu noch eine Anmerkung: Für Anfänger empfiehlt es sich, nicht mehr als 5 Teile gleichzeitig auf einer Platte zu drucken, da so das Risiko eines Fehldruckes klein gehalten wird.

 

Alle Teile, die du auf einmal in einem Drucker druckst, haben am Ende auch die gleiche Farbe, da der Drucker nur in einer Farbe drucken kann. Die ursprüngliche Farbe jeden Teiles steht als erstes im Dateinamen der exportierten Datei. Allerdings kannst du Teile, die blau exportiert wurden, natürlich auch in grün drucken. Ändere einfach den Dateinamen entsprechend, um Verwirrung vorzubeugen.

Wähle also alle Teile, die in einer Farbe gedruckt werden sollen aus und ziehe Sie sie mit gedrückter Maustaste in MakerBot Print auf die Arbeitsfläche.

 

Positionieren der Druckdateien in MakerBot Print

Schließe deinen Dateibrowser. Du solltest nun alle ausgewählten Teile auf deiner Arbeitsfläche liegen sehen. Um die Ansicht zu verschieben, beweg die Maus mit gedrücktem Mausrad und gedrückter rechter Maustaste.
Manche Objekte müssen anschließend noch korrekt auf der Arbeitsfläche platziert werden. Grundsätzlich sollten alle Teile auf ihrer größten glatten Fläche liegen, um unnötiges Stützmaterial zu vermeiden.

 

Wenn du Teile ohne flache Flächen, aber mit Verbindern hast, drehe die Teile so, dass sie senkrecht auf den Verbindern stehen. Für diese Teile wird in einem späteren Schritt Stützmaterial erstellt.

Klicke in der rechten Spalte auf den Drehpfeil („Orient“). Klicke im Untermenü „Place Face on Build Plates“.

 
 
 
Wähle nun mit der Nadel die Fläche aus, die auf die Arbeitsfläche gedreht werden soll.
 
Du kannst nun auswählen, wohin die Fläche ausgerichtet werden soll. Klicke auf „Bottom“.
 
 
 
Positioniere nun alle Teile so auf der Arbeitsfläche, wie sie gedruckt werden sollen. Klicke dazu in der rechten Spalte die 5. Kachel von oben und im Untermenü „Arrange Build Plate“. Die Teile werden nun automatisch optimal angeordnet.
 

Druckeinstellungen für MakerBot 3D Drucker in der Schule festlegen

In der 3. Kachel im rechten Menü legst du die Druckeinstellungen fest. Wähle in deinen Extruder und das gewünschte Material im Drop-Down-Menü aus.
 
 
 
 
Nachfolgend legst du die Druckeinstellungen für Stützmaterial fest. Stützmaterial dient zur Stabilisierung des 3D-Bauteils und ermöglicht den Druck von Überhängen. Das Material kannst du nach dem 3D Druck wieder entfernen.
Wir empfehlen das mit den Schüler:innen im Unterricht vorzunehmen. Dies hat den zusätzlichen Effekt, dass sie verstehen, wie Stützmaterial funktioniert. Außerdem werden sie aktiv in den Druckprozess und ihre eigenen Modelle eingebunden. 

 

Klicke in den Druckeinstellungen auf „Custom Settings“.

 
Klicke dann auf „Supports + Bridging“.
 
 
 
 
Scrolle ganz nach unten, bis du auf der rechten Seite bei „Support Type“ angelangt bist. Wähle „Breakaway Support“ aus dem Drop-Down-Menü. Um die Option im Menü anzuzeigen, Klickemauf „Show“ und bestätige unten rechts mit „Done“.
 
Die Auswahl des Stützmaterials taucht nun direkt im Untermenü der Kacheln rechts auf. Überprüfe noch einmal, ob „Break Away Support“ ausgewählt ist.
 
 
 
 

Erstellen der Druckvorschau

Erstelle nun die Druckvorschau, um das Slicen des 3D Modells zu starten. Das heißt, das Programm zerlegt das 3D-Modell in horizontale Schichten und erstellt die spezifischen Anweisungen für den 3D-Drucker.

 

Klicke dazu auf das Icon mit der Uhr im rechten Kachelmenü. Die Erstellung der Vorschau dauert einen Moment.

Du hast jetzt noch einmal die Möglichkeit, die Druckvorschau aller Druckschichten und dem (gegebenenfalls) automatisch erstellten Stützmaterial zu sehen. Außerdem siehst du in der Print Preview die geschätzte Druckzeit.

 
 

Druckdateien exportieren

Klicke nach finaler Überprüfung unten rechts auf „Export“, um die Druckdatei auf einem Datenträger deiner Wahl zu speichern (SD-Karte oder USB-Stick).
 
 
 
 
Benenne die Druckdatei. Dabei hat es sich als hilfreich herausgestellt, im Dateinamen Farbe und Druckdauer aufzunehmen.
 
 

Druckvorgang am MakerBot 3D Drucker in der Schule starten

Werfe den Wechseldatenträger aus und stecke ihn anschließend in deinen MakerBot 3D Drucker.

 

Wählen „PRINT“ bzw. „Drucken“ auf dem Touchscreen zum Starten eines Druckvorgangs von einem USB-Speichermedium. Tippe auf das Symbol, um den Speicherort der zu druckenden Datei auszuwählen. Wähle „USB STORAGE“ bzw. „USB-Speicher“ aus, um eine Datei zu drucken, die auf dem USB-Speichermedium am USB-Anschluss gespeichert ist.

 
 
 
 
Verwende den Touchscreen, um durch die Liste der verfügbaren Dateien zu blättern, und drücke dann erneut, um die Datei auszuwählen, die du drucken möchtest.
 
 
Wählen eine MakerBot-Datei, die aus MakerBot Print exportiert wurde, um mit dem Drucken zu beginnen. Wähle „START PRINT“ bzw. „Druck starten“, um den 3D Druck der Datei zu starten.
 
 
 
 
Während des Druckvorgangs werden am Display Druckfortschrittsinformationen und andere Druckerdetails angezeigt.
Der Abschluss des Druckvorgangs wird am Bildschirm angezeigt. Tippe auf den Bildschirm, um mit dem nächsten Menü fortzufahren. Du wirst nun gefragt, ob du das Objekt erneut ausdrucken oder zum Bildschirm für das Speicher-Menü zurückkehren möchtest. Treffen deine Auswahl durch Berühren des Bildschirms.

Anschließend löst du das fertige Objekt mit einem Spachtel vorsichtig vom Druckbett des MakerBot 3D Druckers ab.

Entferne scharfe Kanten und Stützmaterial mit einem geeigneten Werkzeug, z.B. einem Skalpell. Trage Handschuhe, da man schnell abrutschen kann. Du suchst das geeignet Werkzeug? Schau in unseren Shop, dort findest du unsere Werkzeug mit allen benötigten Materialien zum Nachbearbeiten von 3D-Modellen: https://www.tinkertoys.de/produkt/werkzeugbox-3d-druck-nachbearbeitung/

Du hast noch weitere Fragen zum Einsatz von TinkerSchool und einem MakerBot 3D Drucker in deiner Schule oder möchtest dich für eine Testversion anmelden? Unser Team freut sich auf deine Anfrage: https://www.tinkertoys.de/tinkerschool-testlizenz/

TinkerSchool ist auch als App für Tablets verfügbar

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