So funktioniert TinkerSchool für MakerBot 3D Drucker in der Schule

In vielen Bildungseinrichtungen werden 3D-Drucker von MakerBot eingesetzt und werden für die einfache Bedienung und Robustheit in der Schule geschätzt. Sie haben noch keinen 3D-Drucker in Ihrer Schule und planen gerade die Anschaffung oder erstellen einen Medienentwicklungsplan (MEP)? Mit unseren TinkerSchool Komplettpaketen erhalten Sie 3D-Drucker in Kombination mit unseren TinkerSchool Schullizenzen und Lehrmaterial zum attraktiven Paketpreis.

Sie haben bereits einen 3D-Drucker von MakerBot in Ihrer Schule im Einsatz? Dann können Sie die Modelle, die Sie oder Ihre Schülerinnen und Schüler in TinkerSchool erstellt haben, auch in 3D ausdrucken. Sie haben noch keine TinkerSchool-Lizenz? Starten Sie jetzt den kostenfreien 30 Tage Test. In der nachfolgenden Anleitung erklären wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie 3D-Dateien aus TinkerSchool mit einem MakerBot 3D-Drucker in der Schule drucken können.

1. Überprüfung der 3D-Modelle

Bevor Sie mit dem Export der 3D-Dateien Starten, ist es ratsam, die Modelle noch einmal final zu kontrollieren. Achten Sie bei Modellen mit beweglichen Achsen (z.B. Fahrzeuge/Tiere) darauf, dass keine Teile durch die Achse geschoben sind, da diese sonst blockiert sind und die Räder sich dann nicht drehen lassen. Hierfür können Sie die Inspektor-Funktion im Digitalen Baukasten nutzen.

So funktioniert TinkerSchool für MakerBot 3D Drucker in der Schule - Schritt 1

2. Export für den MakerBot 3D Drucker in TinkerSchool

Melden Sie sich mit einem Lehrerkonto oder als Administrator in TinkerSchool an. Anschließend können Sie 3D-Modelle in der Kursverwaltung herunterladen. Nach Klick auf „Details“ des jeweiligen Kurses erscheinen alle 3D-Modelle, die innerhalb des Kurses erstellt wurden. Indem Sie auf den grünen Button rechts neben dem 3D-Modell klicken, öffnen Sie die Seite für den 3D-Druck-Export.

So funktioniert TinkerSchool für MakerBot 3D Drucker in der Schule - Schritt 2

Dort beginnt der Druckdateien-Export nach Klick auf den Button „Export starten“. Beim Export wird eine .ZIP-Datei erstellt. Die Erstellung der .ZIP-Datei kann einen Moment dauern, der Download startet danach automatisch. Sie finden die .ZIP-Datei in Ihrem Download-Ordner. In der .ZIP-Datei sind .STL-Dateien enthalten. Extrahieren Sie die alle .STL-Dateien in einen Ordner Ihrer Wahl. Dieser Dateityp kann in die meisten Slicer-Programme importiert und dargestellt werden.

So funktioniert TinkerSchool für MakerBot 3D Drucker in der Schule - Schritt 3

3. Import der Druckdateien in MakerBot Print

3D Drucker können mit den 3D-Modellen in den Formaten .STL noch nichts anfangen, da in ihnen zwar die geometrische Form gespeichert ist, aber nicht, wie der 3D-Drucker mit dieser Form umgehen soll. Der Drucker braucht Anweisungen wie „Drucke das Modell in der Schicht Nummer 5 mit 2400 mm/min.“ Die Anweisungen befinden sich im G-Code, der somit die Sprache des 3D-Druckers darstellt.

Der Slicer übersetzt das 3D-Modell in den G-Code, das heißt, er zerlegt das Modell in horizontale Schichten und fügt zudem noch maschinenrelevante Daten ein. Diese werden exakt für den verwendeten 3D-Drucker definiert, z.B. ist die Größe des Bauraumes hinterlegt. Das bedeutet auch, dass der G-Code, den man für einen MakerBot erstellt, bei einem anderen Druckermodell nicht funktioniert.

MakerBot stellt hierfür den Slicer MakerBot Print zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Öffnen Sie MakerBot Print nach erfolgreicher Installation und Registrierung. Danach fügen Sie unten rechts Ihr Druckermodell hinzu. Wählen Sie anschließend Ihr Druckermodell aus.

So funktioniert TinkerSchool für MakerBot 3D Drucker in der Schule - Schritt 4

Sie sehen die Arbeitsfläche vor sich, die dem Druckbett Ihres MakerBots entspricht. Öffnen Sie parallel den Ordner mit den .STL-Dateien. Eine Datei entspricht einem Teil. Dazu noch eine Anmerkung: Für Anfänger empfiehlt es sich, nicht mehr als 5 Teile gleichzeitig auf einer Platte zu drucken, da so das Risiko eines Fehldruckes klein gehalten wird.

Alle Teile, die Sie auf einmal in einem Drucker drucken, haben am Ende auch die gleiche Farbe, da der Drucker nur in einer Farbe drucken kann. Die ursprüngliche Farbe jeden Teiles steht als erstes im Dateinamen der exportierten Datei. Allerdings können Sie Teile, die blau exportiert wurden, natürlich auch in grün drucken. Ändern Sie einfach den Dateinamen entsprechend, um Verwirrung vorzubeugen.

Wählen Sie also alle Teile, die in einer Farbe gedruckt werden sollen, aus und ziehen Sie sie mit gedrückter Maustaste in MakerBot Print auf die Arbeitsfläche.

So funktioniert TinkerSchool für MakerBot 3D Drucker in der Schule - Schritt 5

4. Positionieren der Druckdateien in MakerBot Print

Schließen Sie Ihren Dateibrowser. Sie sollten nun alle ausgewählten Teile auf Ihrer Arbeitsfläche liegen sehen. Um die Ansicht zu verschieben, bewegen Sie die Maus mit gedrücktem Mausrad und gedrückter rechter Maustaste.
Manche Objekte müssen anschließend noch korrekt auf der Arbeitsfläche platziert werden. Grundsätzlich sollten alle Teile auf ihrer größten glatten Fläche liegen, um unnötiges Stützmaterial zu vermeiden.

Wenn Sie Teile ohne flache Flächen, aber mit Verbindern haben, drehen Sie die Teile so, dass sie senkrecht auf den Verbindern stehen. Für diese Teile wird in einem späteren Schritt Stützmaterial erstellt.

Klicken Sie in der rechten Spalte auf den Drehpfeil („Orient“). Klicken Sie im Untermenü „Place Face on Build Plates“.

So funktioniert TinkerSchool für MakerBot 3D Drucker in der Schule - Schritt 6

Wählen Sie nun mit der Nadel die Fläche aus, die auf die Arbeitsfläche gedreht werden soll.

So funktioniert TinkerSchool für MakerBot 3D Drucker in der Schule - Schritt 7

Sie können nun auswählen, wohin die Fläche ausgerichtet werden soll. Klicken Sie auf „Bottom“.

So funktioniert TinkerSchool für MakerBot 3D Drucker in der Schule - Schritt 8

Positionieren Sie nun alle Teile so auf der Arbeitsfläche, wie Sie gedruckt werden sollen. Klicken Sie dazu in der rechten Spalte die 5. Kachel von oben und im Untermenü „Arrange Build Plate“. Die Teile werden nun automatisch optimal angeordnet.

So funktioniert TinkerSchool für MakerBot 3D Drucker in der Schule - Schritt 9

5. Druckeinstellungen für MakerBot 3D Drucker in der Schule festlegen

In der 3. Kachel im rechten Menü legen Sie die Druckeinstellungen fest. Wählen Sie Ihren Extruder und das gewünschte Material im Drop-Down-Menü aus.

So funktioniert TinkerSchool für MakerBot 3D Drucker in der Schule - Schritt 10

Nachfolgend legen Sie die Druckeinstellungen für Stützmaterial fest. Stützmaterial dient zur Stabilisierung des 3D-Bauteils und ermöglicht den Druck von Überhängen. Das Material können Sie nach dem 3D Druck wieder entfernen.

Klicken Sie in den Druckeinstellungen auf „Custom Settings“.

Schritt 11

Klicken Sie dann auf „Supports + Bridging“.

Schritt 12

Scrollen Sie ganz nach unten, bis Sie auf der rechten Seite bei „Support Type“ angelangt sind. Wählen Sie „Breakaway Support“ aus dem Drop-Down-Menü. Um die Option im Menü anzuzeigen, Klicken Sie auf „Show“ und bestätigen Sie unten rechts mit „Done“.

Schritt 13

Die Auswahl des Stützmaterials taucht nun direkt im Untermenü der Kacheln rechts auf. Überprüfen Sie noch einmal, ob „Break Away Support“ ausgewählt ist.

Schritt 14

6. Erstellen der Druckvorschau

Erstellen Sie nun die Druckvorschau, um das Slicen des 3D Modells zu starten. Das heißt, das Programm zerlegt das 3D-Modell in horizontale Schichten und erstellt die spezifischen Anweisungen für den 3D-Drucker.

Klicken Sie dazu auf das Icon mit der Uhr im rechten Kachelmenü. Die Erstellung der Vorchau dauert einen Moment.

Sie haben jetzt noch einmal die Möglichkeit, die Druckvorschau aller Druckschichten und dem (gegebenenfalls) automatisch erstellten Stützmaterial zu sehen. Außerdem sehen Sie in der Print Preview die geschätzte Druckzeit.

Schritt 15

7. Druckdateien exportieren

Klicken Sie nach finaler Überprüfung unten rechts auf „Export“, um die Druckdatei auf einem Datenträger Ihrer Wahl zu speichern (SD-Karte oder USB-Stick).

Schritt 16

Benennen Sie die Druckdatei. Dabei hat es sich als hilfreich herausgestellt, im Dateinamen Farbe und Druckdauer aufzunehmen.

Schritt 17

7. Druckvorgang am MakerBot 3D Drucker in der Schule starten

Werfen Sie den Wechseldatenträger aus und stecken Sie ihn anschließend in Ihren MakerBot 3D Drucker.

Wählen Sie „PRINT“ bzw. „Drucken“ auf dem Touchscreen zum Starten eines Druckvorgangs von einem USB-Speichermedium. Tippen Sie auf das Symbol, um den Speicherort der zu druckenden Datei auszuwählen. Wählen Sie „USB STORAGE“ bzw. „USB-Speicher“ aus, um eine Datei zu drucken, die auf dem USB-Speichermedium am USB-Anschluss gespeichert ist.

Schritt 18

Verwenden Sie den Touchscreen, um durch die Liste der verfügbaren Dateien zu blättern, und drücken Sie dann erneut, um die Datei auszuwählen, die Sie drucken möchten.

Schritt 19

Wählen Sie eine .MakerBot-Datei, die aus MakerBot Print exportiert wurde, um mit dem Drucken zu beginnen. Wählen Sie „START PRINT“ bzw. „Druck starten“, um den 3D Druck der Datei zu starten.

Schritt 20

Während des Druckvorgangs werden am Display Druckfortschrittsinformationen und andere Druckerdetails angezeigt.

Schritt 21

Der Abschluss des Druckvorgangs wird am Bildschirm angezeigt. Tippen Sie auf den Bildschirm, um mit dem nächsten Menü fortzufahren. Sie werden nun gefragt, ob Sie das Objekt erneut ausdrucken oder zum Bildschirm für das Speicher-Menü zurückkehren möchten. Treffen Sie Ihre Auswahl durch Berühren des Bildschirms.

Anschließend Lösen Sie das fertige Objekt mit einem Spachtel vorsichtig vom Druckbett des MakerBot 3D Druckers ab.

Entfernen Sie scharfe Kanten und Stützmaterial mit einem geeigneten Werkzeug, z.B. einem Skalpell. Tragen Sie Handschuhe, da man schnell abrutschen kann.

Sie haben noch weitere Fragen zum Einsatz von TinkerSchool und einem MakerBot 3D Drucker in Ihrer Schule oder möchten sich für eine Testversion anmelden? Unser Team freut sich auf Ihre Anfrage.


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